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Janiques Stimme berührte                                                                                                      
Benefizkonzert in der Nassauer Stadthalle zugunsten des Hospizes

Die zierliche Frau verblüfft durch ihre große Bühnenpräsenz. Ihre Stimme füllt die Nassauer Stadthalle und sie berührt. Janique ist mit Gesang und Musik voll in ihrem Element. Auch das Tänzerische liegt ihr im Blut. So faszinierte sie die Besucher des Benefizkonzertes in der Nassauer Stadthalle zugunsten des in Nassau geplanten Hospizes für den Rhein-Lahn-Kreis.

„Mondseele“, der Titel des Konzerts, hat viel mit Janique persönlich zu tun, genauso wie ihre Lieder. Ihr kasachischer Vorname Aizhan bedeutet übersetzt Mondseele. „Ich kann nur über mich erzählen“, moderiert sie das Konzert mit Wolfgang Stritter (Gitarre) und Igor Margolin (Percussion). So legen sie los mit dem „Mädchen im weißen Kleid“, das von einem glücklichen Leben träumt.

Poetische Lieder sind Janiques Leidenschaft und ihr großes Thema ist die Liebe, mal glückvoll, mal enttäuschend, immer hoch emotional, die Gefühle hör- und spürbar. Mit „Zombie“ entfaltet sich die volle Kraft und Modulationsfähigkeit ihrer Stimme. Janique singt mehrsprachig: Kasachisch, Russisch, Englisch, Deutsch Ethno- Pop und Rock sowie Volkslieder. Mit ihrer Interpretation der Loreley begeisterte sie das Publikum besonders.

Ein bisschen philosophiert sie auch auf der Bühne und schauspielert augenzwinkernd mit dem temperamentvollen Song, der sagt „Ich bin die Richtige. Mach alles, was ich sage und wir werden glücklich“.  Wolfgang Stritter und Igor Margolin mögen sie an diesem Abend als hervorragende musikalische Begleiter glücklich gemacht haben.

Alle drei Künstler treten ohne Gage auf. Sie widmen ihren Auftritt dem geplanten stationären Hospiz. „Die Idee mit dem Hospiz ist spitze. Bleiben Sie weiter dran. Wir freuen uns, wenn es realisiert wird, dass wir einen ganz kleinen Teil dazu beigetragen haben“, meint Michael Grüttner am Ende des Programms.

Dr. Martin Schencking, Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn e.V. ist begeistert vom Engagement und den Darbietungen der Künstler und bedankt sich für die Unterstützung.

Angesichts immer älter werdender Menschen mit vielen Krankheiten, Menschen, die oft alleine leben und schwerstkrank zuhause keine Angehörigen haben, benötige man vor dem Hintergrund einer sich verschlechternden Krankenhauslandschaft im Rhein-Lahn-Kreis dringend Hospizbetten. Niemand, der geht, erklärte der Palliativmediziner, müsse heute noch Schmerzen oder Atemnot haben.

Mit dem Hospiz sei man auf einem guten Weg. Doch auch, wenn eines Tages die für die Einrichtung nötigen 3,5 Millionen aufgebracht seien, bleibe das Hospiz immer eine spendenorientierte Einrichtung, da Kranken- und Pflegekassen lediglich 80 Prozent der Betriebskosten übernähmen.


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