Hospiz ist auch ein Thema für junge Leute
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Hospiz ist auch ein Thema für junge Leute    
Azubis übergaben Spende im Rahmen von „60 Jahre Leifheit – 60 gute Taten“      

                                                                                          
Dass junge Leute das geplante Hospiz Rhein-Lahn als „ein gutes Projekt“ bezeichnen und es auch noch unterstützen, erlebt der Internist und Palliativmediziner Dr. Martin Schencking, Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn e.V., eher selten. Umso erfreuter war er über die Begegnung mit Auszubildenden der Leifheit AG am Stammsitz eines der in Europa führenden Anbieter von Haushaltswaren in Nassau.
In Nassau soll auch das erste und für den Rhein-Lahn-Kreis so dringend, wie Dr. Schencking darlegte, benötigte stationäre Hospiz entstehen. „Die Krankenhäuser sind überfordert mit Sterbenden“. Aus seiner beruflichen Praxis berichtete der Mediziner, dass nicht nur alte Menschen einen Hospizplatz brauchten, sondern auch junge z. B. Krebskranke.

Anders als in England, wo das Hospizwesen seinen Anfang nahm und längst vom Nationalen Gesundheitswesen getragen werde, überlasse der Staat in Deutschland die Einrichtung von Hospizen privaten Initiativen. Dafür werden im Rhein-Lahn-Kreis an Spenden konkret 3,5 Millionen Euro benötigt. Sponsoren, Paten, Mitglieder und Spender tragen „in hervorragender Weise“, so der Vorsitzende des Fördervereins, dazu bei. „Jede Spende, ob ein oder 50 Euro ist uns willkommen“.

Einen Scheck über ganze 500 Euro überreichte die Vertretung der 18 Auszubildenden der Leifheit AG. Das Geld wurde beim 7. Weihnachtsmarkt der Azubis erlöst. Im Rahmen des Projektes „60 Jahre Leifheit – 60 gute Taten“, in dem Leifheit-Mitarbeiter/innen sich vielseitig selbst in sozialen Projekten engagierten, hielten sie Ausschau nach förderungswürdigen Adressaten in Nassau. So dürfen sich neben dem Förderverein Stationäres Hospiz Rhein-Lahn e.V. auch der Verein „Nassauer für Nassau“ und das „Kulturwerk Nassau“ über eine Zuwendung freuen.

Mit dem Lebensende befasst man sich oft erst dann, wenn man in seinem persönlichen Umfeld mit dem Tod konfrontiert wird. So erging es auch Aleyna Avci, Auszubildende bei Leifheit, die den Hospiz-Förderverein im Internet entdeckte. Fabienne Aulmann, die Ausbildungsleiterin im Unternehmen, freut sich sehr über das Engagement der jungen Leute. Sie seien handverlesen, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer sozialen Kompetenz. Ein Thema, auf das Unternehmen Wert legten.

Dr. Schencking dankte im Namen des Fördervereins herzlich für die Begegnung und die Spende. Er lud die Azubis nebst Kollegen, Freunden und Familie zur Teilnahme am 2. Nassauer Hospiz Charity Run am 19. September in den Nassauer Kurpark ein. Dort könnte Leifheit also in diesem Jahr mit einer noch größeren Firmenmannschaft für den guten Zweck an den Start gehen als im letzten Jahr.


Die Auszubildenden der Leifheit AG spendeten 500 Euro an den Förderverein Stationäres Hospiz Rhein-Lahn e.V., das in Nassau entstehen soll. Auf dem Foto (v.l.n.r.): Fabienne Aulmann (Ausbildungsleiterin), Lisa Dennes, Aleyna Avci, Dr. Martin Schencking, Phyilis Fischer, Lars Becker, Fabio Schaffert.

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