Rockstar und Rebell an der Lahn Goethe schrieb auf die Tapete im Kurhaus

Datum
08.Dezember.2021 15:30

Beschreibung

Rockstar und Rebell an der Lahn

Goethe schrieb auf die Tapete im Kurhaus – Buchvorstellung am 8. Dezember

Er durchtanzte die Nächte, beschmierte die Tapete im Kurhotel, trieb seinen Schabernack, aber vor allem führte er tiefschürfende Gespräche. Johann Wolfgang von Goethes Aufenthalte in Bad Ems fallen in die explosivste und ereignisreichste Zeit seines Lebens. Davon erzählt lehrreich und unterhaltsam das Buch „Sturm und Drang im Kaiserlichen Bad – Johann Wolfgang von Goethe in Bad Ems. Am 8. Dezember, 15.30 Uhr, wird es in der Brunnenhalle vorgestellt.

Der Autor Dr. Martin Schencking wird aus dem Werk lesen. Den Erlös des Buches widmet der Vorsitzende des Fördervereins Sationäres Hospiz Rhein-Lahn e.V. 1:1 dem Hospizprojekt.

Goethe war ein Rebell. Er rebellierte gegen den gestrengen Vater, gegen den für ihn bestimmten, aber verhassten Beruf des Juristen und überhaupt gegen die Konventionen seiner Zeit, sagt Dr. Schencking. Während seiner Aufenthalte an der Lahn war er auch so etwas wie ein heutiger Rockstar.

An der Tapete des Kurhotels hinterließ er ein Gedicht: „Wenn Du danach fragst, wir waren hier, Du, der Du nach uns kommen magst, hab wenigstens so frisches Blut und sei so leidlich fromm und gut und leidlich glücklich als wie wir! Den18jul.74.Goethe“.

Goethe dachte und tat das damals Unsagbare. Er schrieb über die Liebe zu einer verheirateten Frau und noch schlimmer über Selbstmord. Zu seiner Zeit ein No-Go. Kein Wunder, dass er mit diesen Tabubrüchen bei seinen Besuchen im Nassauer Schloss derer von Steins nicht gut ankam.

Von Bad Ems aus unternahm der Dichterfürst Wanderungen und besuchte in Ehrenbreitstein Sophie La Roche. Beim nächsten Aufenthalt an der Lahn brach er mit Lavater und Basedow zu seiner Rheinreise auf.

Für die Veranstaltung gilt die 2-G-Regel. Da die Teilnehmerzahl gemäß der Coronabekämpfsverordnung (Stand 24.11.21) begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten unter Tel. 02603 500430 oder per Mail an lindner.hospizfoerderverein.gmail.com.

 

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